Montage des größten Schutznetzes Europas in Budapest

Budapest, Innenstadt, Montagmorgen. Nach mehrwöchigem Brainstorming trifft das erste Netz aus der Druckerei von MOLINO KFT. in Szentendre ein.

Installation des größten Schutznetzes Europas in Budapest

Budapest, Innenstadt, Montagmorgen. Nach mehrwöchigem Brainstorming trifft das erste Netz aus der Druckerei von MOLINO KFT. in Szentendre ein. 8 Industriekletterer, Gerüstbauer, Schlosser und ein Statiker begutachten die Gebäude, deren Fertigstellungstermin damals noch als „unmöglich" galt. Überall Zierfriese, vorspringende Gesimse, baufällige untere 3 Stockwerke – nirgends ein geeigneter Befestigungspunkt…

Ursprünglich wollte man eine Vielzahl von Haltekonsolen einsetzen, doch der knappe Zeitplan, die unebene Oberfläche sowie die Sicherheitsanforderungen führten zu einer Kompromisslösung, für die es noch kein Vorbild gab – schon gar nicht in dieser Größenordnung. Die Aufgabe bestand darin, ein möglichst zusammenhängendes Netz zu entwerfen und zu montieren, das drei Gebäudeblöcke abdeckt. Dabei bildete das an das Luxus-Kaufhaus angrenzende Gebäude „A" eine gerade Fläche, während die Fronten entlang der Bécsi utca – die im Rahmen des innerstädtischen Sanierungsprogramms „Jövő Útján" verschönert wird – mit alten, durch Brüstungen und „sonstige hervorstehende Objekte" geprägten Oberflächen aufwarteten. Erschwerend kam hinzu, dass nach Abschluss der Sanierung keine Hebebühnenwagen in die Straße einfahren durften, sodass die gesamte Installation ausschließlich mit Alpintechnik umgesetzt werden konnte.

Obwohl die Mitarbeiter und Subunternehmer von MOLINO KFT. – als Mitglied der Ambient-Sektion des MRSZ – nicht zum ersten Mal mit einer Ausführung konfrontiert waren, die individuelle Lösungen erforderte, da sie selbst mit der Realisierung und Vermietung maßgeschneiderter Werbeflächen befasst sind, stellte die Aufgabe eine große Herausforderung dar.

„Die Ausführung wurde durch den vom Auftraggeber bzw. der Gemeindeverwaltung vorgegebenen Fertigstellungstermin erschwert, der mit dem sonntäglichen Eröffnungstermin der Straße übereinstimmte; zudem hätte jede Verzögerung in einem Teilprozess den Gesamttermin des Projekts gefährdet. Aufgrund der Einzigartigkeit und des Umfangs des Projekts behandelten auch die Subunternehmer die Arbeit wie ihre eigene und agierten mit höchster Professionalität." – erklärte Tarján Tibor, Geschäftsführer von MOLINO KFT., der die gesamte Ausführung koordinierte.

Die Drucke wurden in Nachtschichten produziert. Da die Fassaden besonders komplex waren, konnte die endgültige Fertigung erst nach den Vermessungen der fertiggestellten Tragkonstruktionen sowie der Gerüste und Drahtseilrahmen erfolgen. Besonders wichtig war, dass die grafischen Elemente und Beschriftungen an den einzelnen Ecken nicht auseinanderfielen, aber dennoch proportional wirkten – weshalb der DTP-Grafiker Tag und Nacht am Rechner sitzen musste.

Die Werbefläche umfasst mehr als 3.100 m², die sich aus mehr als 17 Einzelteilen zusammensetzt. Das größte zusammenhängende Mesh-Netz wurde in einer Größe von 580 m² gefertigt, während der kleinste „Abdeckschurz" mit 4 m² das kleinste Element darstellte. Eine weitere Besonderheit bestand darin, dass der Zugang zu den einzelnen Geschäften gewährleistet werden musste; daher wurde im Erdgeschossbereich vor den Läden eine spezielle aufrollbare Lösung angewendet.

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